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Gedanken zum AST2016

Wie in den letzten Jahren war ich beim Finaltag des AST dabei um die vier Platzierungsspiele zu sehen. Ich war folglich beim ersten Sieg eines deutschen Teams bei diesem gut besetzten und traditionellen Turnier dabei. Schön, zumal ich mit Moritz und Kostja zwei Spieler perösnlich kenne und mich nicht nur deswegen über diesen Sieg freue. Ohne Niederlage beendete das deutsche Team das Turnier und trat vor allem als Siegerteam auf. Die Highlights, klick.

Was mir besonders gefiel: Coach Stein sprach selbstbewusst vom Turniersieg und „eierte“ nicht mit der Zielformulierung herum. Das habe ich aus den letzten Jahren anders in Erinnerung, meist hörten sich die Aussagen an wie „wir wollen unser Bestes geben; mal sehen, was wir erreichen können“. Die Spieler präsentierten sich als Einheit, mit Leidenschaft, waren für Öffentlichkeitsarbeit zur Stelle und spielten immer „auf Sieg“. Dazu schien die Teamzusammenstellung zu passen, Vertrauen in die Jungs und untereinander wurde deutlich, denn alle Spieler bekamen ihre Einsatzzeiten.

Ebenfalls gut gefiel mir der anscheinend entspannte Umgang mit dem „kleinen“ Pointguard Hundt: Klar, seine Körperhöhe ist gering, sein Wurf bietet Streuung, doch es gab offensichtlich keinen Zeifel daran, wer bei diesem Turnier der Pointguard des Teams ist. Hierarchie und Rollenverständnis wurden auch bei der Wurfauswahl deutlich, was für das Coaching Team um Headcoach Harald Stein spricht. Noch eine Anmerkung dazu: Coach Stein macht mit lauten, emotionalen Ansagen in der 1. Halbzeit des Finals deutlich, was er vorher immer kommuniziert hatte: „Wir wollen hier gewinnen!“

Kostja Mushidi mit der Attitüde des Leaders, mutig, selbstbewusst und enorm stark in der Perimeter-Defense. Olinde und da Silva: Diese Hustle-Plays, die Einstellung zum Rebounding, der Rim-Run mit der non-verbalen Kommunikation des „Gib mir den Ball“, dazu selbstbewusste Offensivaktionen, nice! Freudenberg beim Rebounding und mit diesem mid-range game, wow. Klar erkennbar zudem: Innen immer die Defense beschäftigen wollen mit physischer Präsenz von Moritz und Lagerpusch. Weidemann und Herkenhoff: Jetzt bereits mit diesem Input, ich freue mich auf die weitere Entwicklung. Dazu Zylka „Airballs interessieren mich nicht, den nächsten werfe ich rein.“ Typen, halleluja, Typen im deutschen Basketball. Ich bin gespannt und freue mich.

Nachsatz: Freudenberg in den USA, Hartenstein in Litauen, Kostja in Frankreich, who’s next?

Nachsatz 2: Bonga und Hartenstein haben nicht gespielt, holy crap.

Das Drum und Dran: Nach der Siegerehrung stand ich vor der Halle und ein Mann unterhielt sich mit einer Frau vom Sicherheitspersonal. Tenor: „Schade, dass ich das nicht vorher wußte.“ Kommentar: Schade, dass das passiert. Positiv war der Livestream und ein wenig mehr rund um das Team (Videos, Interviews, usw.). Wann sonst sollen die jungen Männer das lernen. Die Siegerehrung geriet etwas lang, zu „untermalt“ von serbischen Gesängen und: Es ist erstaunlich, wie schlecht Politiker in Mikrofone sprechen können.

MOG 04042016

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